Euregio-Jahr 2025: Von „Grenzen überwinden“ zur „grenzenlosen Kraft“

29.12.2025, 08:00

Das Jahr der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino stand im Zeichen des Vorsitzwechsels von Südtirol nach Tirol. – Mehr als 100 Projekte und Initiativen – Mattle: „Gemeinsame Kraft politisch genutzt“

Symbol für die Euregio-Präsidentschaft: Am 25. September 2025 übergab Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (rechts) dem Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle den historischen Schlüssel des Waaghauses, Sitz der Euregio in Bozen. (Foto: LPA/Daniel von Johnston)
Symbol für die Euregio-Präsidentschaft: Am 25. September 2025 übergab Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (rechts) dem Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle den historischen Schlüssel des Waaghauses, Sitz der Euregio in Bozen. (Foto: LPA/Daniel von Johnston)

BOZEN/INNSBRUCK/TRIENT (LPA). Vom kulinarischen Filmprojekt über ein reichhaltiges Museumsangebot bis zum einfacheren Reisen: Im Kalenderjahr 2025 hat die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino an mehr als 100 grenzüberwindenden Projekten und Initiativen für die Menschen in ihren drei Landesteilen gearbeitet. 35 Vorhaben wurden unter Euregio-Ehrenschutz gestellt.

Geprägt war das Euregio-Jahr auch von der Schlüsselübergabe: Am 1. Oktober wechselte die Präsidentschaft turnusmäßig für zwei Jahre von Südtirol nach Tirol. Der Euregio-Präsident, Tirols Landeshauptmann Anton Mattle fasst zusammen: „Dank der guten Arbeit unter Südtiroler Vorsitz konnte die Euregio neue Projekte entwickeln, die die Menschen in Tirol, Südtirol und Trentino noch enger verbinden sollen. Wir werden diese Initiativen fortsetzen und das Angebot der Euregio weiter ausbauen. Daneben gilt es aber, gemeinsam auf die globalen Krisen und lokalen Herausforderungen zu reagieren. Von der Energiewende über den Transitverkehr bis hin zum Arbeitsmarkt ringen wir um die besten Lösungen für die Menschen in Tirol, Südtirol und dem Trentino.“

Politische Themen von Lueg-Brücke bis zu Bär und Wolf

Auch auf politischer Ebene setzt die Euregio auf gemeinsames Vorgehen. Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher erinnert an die Befürchtungen vor Start der Sanierungsarbeiten an der Lueg-Brücke: „Dank unserer engen Abstimmung ist es gelungen, das durchaus realistische Szenario eines Verkehrschaos auf der Autobahn dies- und jenseits des Brenners weitgehend zu verhindern.“ 

Auch in der EU führe eine gemeinsame Stimme und ein langer Atem zu mehr Gehör, ergänzt der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti: „So haben wir stets auf die Probleme durch die großen Beutegreifer in den Berggebieten hingewiesen. Die Herabstufung des Schutzstatus beim Wolf ist auch auf unsere Intervention zurückzuführen. Bewährt hat sich dabei unser Euregio-Verbindungsbüro, dessen 30-jähriges Bestehen wir im November feiern konnten.“

Weiter mit „grenzenloser Kraft“

Auf dem Südtiroler Motto „Grenzen überwinden“ aufbauend, will die Tiroler Präsidentschaft mit dem Motto „Grenzenlose Kraft – gemeinsam!“ weitere Akzente setzen, um die gemeinsame Geschichte, Kultur und Identität und vor allem die Vorteile der Euregio-Angebote für die Menschen sicht- und spürbar zu machen. So war bereits beim Tag der offenen Tür mit 20.000 Besuchenden im Innsbrucker Landhaus anlässlich des österreichischen Nationalfeiertags am 26. Oktober 2025 ein großer Ausstellungsbereich der Euregio gewidmet. Zudem ist in Tirol eine breit angelegte Kampagne gestartet, die mit zugespitzten Formulierungen und hohem Wiedererkennungswert zum „über die Euregio sprechen“ einlädt.

gst